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Zierpflanzenerhebung: Bürokratieabbau darf nicht zum Blindflug führen

(ZVG) Mit der Veröffentlichung der Zweiten Verordnung zur Änderung der Agrarstatistikverordnung ist der Wegfall der Zierpflanzen- und Baumschulerhebung besiegelt. Das kritisiert der Zentralverband Gartenbau (ZVG) scharf.

Die Erhebungen liefern bislang die einzige belastbare Datengrundlage für zentrale Produktionssparten des Gartenbaus und bilden eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, Marktanalysen und betriebliche Planungen.

„Die Aussetzung der Erhebungen ist aus Sicht des Gartenbaus ein Schritt in die falsche Richtung. Wer politische Entscheidungen auf einer verlässlichen Grundlage treffen will, braucht auch belastbare Daten“, erklärt Frank Werner, Vorsitzender des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) im ZVG.

„Fehlen verlässliche Zahlen, droht der Gartenbau bei politischen Entscheidungen und Fördermaßnahmen zunehmend aus dem Blick zu geraten“, so Werner. Aus Sicht des Gartenbaus sei das kein Bürokratieabbau mit Weitsicht, sondern vor allem eine kurzfristige Sparvorgabe.

Bereits heute sei sichtbar, welche Folgen unzureichende Datenlagen haben können. Spezialisierte Gartenbausparten liefen Gefahr, bei politischen Entscheidungen nicht mehr ausreichend berücksichtigt zu werden, betont der BVZ-Vorsitzende abschließend.

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