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Friedhöfe brauchen Wasser: BdF fordert Augenmaß statt pauschaler Verbote

(ZVG/BdF) Angesichts zunehmender Trockenperioden und regionaler Wasserknappheit warnt der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau (ZVG) vor pauschalen Gießverboten auf Friedhöfen. Kommunen und Wasserbehörden werden aufgefordert, Friedhöfe bei Wasserstrategien gesondert zu betrachten und ihre besondere Bedeutung für Klima, Biodiversität und Lebensqualität stärker zu berücksichtigen.

„In vielen Städten zählen Friedhöfe zu den größten zusammenhängenden Grünflächen und tragen zur Kühlung des Stadtklimas, zur Förderung der Artenvielfalt sowie zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität bei“, erläutert BdF-Vorsitzender Michael Ballenberber. Gleichzeitig bildeten sie Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Durch den Klimawandel nehmen Hitze- und Trockenperioden zu. Ohne bedarfsgerechte Bewässerung drohen Schäden an Grabstätten, Gehölzen und Pflanzflächen. Damit würden nicht nur gärtnerische Leistungen verloren gehen, sondern auch die wichtigen ökologischen Funktionen der Friedhöfe.

Der BdF betont, dass Friedhofsgärtnereien Wasser bereits heute verantwortungsvoll einsetzen und verstärkt auf trockenheitsverträgliche Pflanzen, angepasste Pflegekonzepte sowie wassersparende Bewässerungsmethoden setzen. Nachhaltigkeit bedeute jedoch nicht allein, Wasser einzusparen, sondern auch bestehende grüne Infrastruktur langfristig zu erhalten.

Der BdF spricht sich daher für differenzierte und fachlich fundierte Bewässerungskonzepte aus. Ziel müsse es sein, Wasserressourcen zu schonen und gleichzeitig die ökologischen, sozialen und kulturellen Leistungen der Friedhöfe dauerhaft zu sichern.

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