(ZVG/DBV/FABLF/HLBS) Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband (DBV), den Familienbetrieben Land und Forst (FABLF) sowie dem Hauptverband der Landwirtschaftlichen Buchstellen und Sachverständigen (HLBS) zum Gesetzentwurf zur Einführung einer Kassenpflicht Stellung genommen. Zwar unterstützen die Verbände das Ziel, Steuerhinterziehung wirksam zu bekämpfen, die geplanten Regelungen werden jedoch als unverhältnismäßig und praxisfern bewertet.
Kritisch sehen die Verbände insbesondere, dass die Kassenpflicht an den Gesamtumsatz eines Betriebs anknüpfen soll. Dadurch würden auch zahlreiche Gartenbaubetriebe mit lediglich geringen Bareinnahmen erfasst und die vorgesehenen Ausnahmen insbesondere für Vertrauenskassen und sogenannte offene Ladenkassen in der Praxis weitgehend entwertet. Nach Auffassung des ZVG drohen zusätzliche Kosten, mehr Bürokratie und erheblicher organisatorischer Aufwand, ohne dass ein entsprechender Nutzen erkennbar ist.
Die Verbände fordern, die Kassenpflicht ausschließlich am tatsächlichen Barumsatz auszurichten und praxistaugliche Ausnahmen für Direktvermarktung, mobile Verkaufsstände, Warenautomaten und saisonale Hofverkäufe vorzusehen.
Die Stellungnahme kann HIER heruntergeladen werden.