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Dürre 2026: Unterstützung muss auch den Gartenbau erreichen

(ZVG) Angesichts der anhaltenden Trockenheit und der Diskussion über mögliche Unterstützungsmaßnahmen für die Land- und Forstwirtschaft durch das Bundeslandwirtschaftsministerium fordert der Zentralverband Gartenbau (ZVG), die Auswirkungen der Dürre auf den Gartenbau stärker in den Blick zu nehmen.

„Die Folgen der Dürre treffen den Gartenbau in seiner ganzen Breite. Umso wichtiger ist es, die Branche nicht nur mitzudenken, sondern ausdrücklich zu berücksichtigen“, betont ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf.

Die Folgen seien bereits heute in vielen Regionen spürbar. Hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge erhöhen den Bewässerungsbedarf erheblich. Gleichzeitig geraten die verfügbaren Wasserressourcen zunehmend unter Druck.

Der Gartenbau gehört zu den besonders klimaabhängigen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig liefert er mit Obst, Gemüse, Pflanzen und Gehölzen wichtige Beiträge zur Ernährungssicherung sowie zur Anpassung von Städten und Gemeinden an Hitze und Trockenheit.

„Wer die heimische Erzeugung schwächt, riskiert eine Verlagerung der Produktion in andere Regionen und Länder. Damit würden die Folgen der Wasserknappheit nicht gelöst, sondern lediglich exportiert“, warnt Kähler-Theuerkauf.

Der ZVG begrüßt, dass der Bund die Frage der Risikovorsorge und des Umganges mit Wetterextremen stärker in den Mittelpunkt rückt. Dazu gehören Investitionen in wassersparende Bewässerungssysteme, die Entwicklung klimaresilienter Kulturen sowie der Ausbau von Wasserinfrastruktur und Speichermöglichkeiten.

Kritisch sieht der Verband jedoch, dass mögliche Unterstützungsmaßnahmen erneut vor allem an bestehende Direktzahlungssysteme der Gemeinsamen Agrarpolitik gekoppelt werden könnten.

„Zahlreiche Sonderkulturbetriebe profitieren nicht oder nur eingeschränkt von flächenbezogenen Direktzahlungen, obwohl sie von den Folgen der Dürre ebenso betroffen sind“, so Kähler-Theuerkauf.

Der ZVG verweist in diesem Zusammenhang auch auf das „Maßnahmenpaket Zukunft Gartenbau“. Die dort genannten Maßnahmen zur Verbesserung der Wassereffizienz müssen konsequent umgesetzt und angesichts der zunehmenden Trockenperioden weiterentwickelt werden. Mit Blick auf die kommende Agrarministerkonferenz appelliert der Verband zudem an die Länder, ihrer Verantwortung bei der Anpassung an den Klimawandel gerecht zu werden.

„Klimaanpassung braucht passgenaue Lösungen für alle betroffenen Betriebe. Wer die Widerstandsfähigkeit der deutschen Agrarwirtschaft stärken will, muss den Gartenbau ausdrücklich mitdenken und gezielt einbeziehen“, so die ZVG-Präsidentin abschließend.

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