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Deutsche Pilzanbauer befürchten Rohstoffmangel im Herbst

(ZVG/BDC) Multiple Herausforderungen bedrohen den heimischen Pilzanbau. Neben den akuten Kostensteigerungen bei Betriebsmitteln und Lohnkosten sorgen sich die Pilzproduzenten um die Situation bei der Beschaffung der notwendigen Rohstoffe ab Herbst. Darüber verständigten sich die Mitglieder des Vorstands- und Beiratssitzung des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) am 25. Mai 2023 in Mannheim.

Grund für den befürchteten Rohstoffmangel sind die wechselnden klimatischen Bedienungen für die Landwirtschaft, die schrumpfenden Anbauflächen für das Stroh und die äußerst sorten- und witterungsabhängige Erntemengen für die Halme. Stroh und Mist, die früher reichlich anfielen, werden immer knapper und damit zu extrem begehrten Gütern.

„Traditionell teilen sich die Pilzanbauer das Stroh mit den Produzenten von Viehfutter und -einstreu“, erläuterte BDC-Vorsitzender Hans Deckers. Aber schon in den vergangenen Jahren sei Stroh in Form von Pellets zunehmend als Heizmaterial gefragt gewesen. Zusätzlich habe sich die Konkurrenzsituation beim Hühner- und Pferdemist massiv verschärft seit Biogasanlagen diese ebenfalls im großen Stil verwerten und die Preise dadurch für die Pilzproduzenten in die Höhe schnellten. Entsprechend stehen die Pilzanbauer vor wachsenden Problemen

„Wenn die Kosten weiterhin an auf allen Ebenen sich so weiterentwickeln, können wir nicht mehr zu marktfähigen Preisen produzieren“, so Deckers.

Weiterhin befassten sich die Vorstandsmitglieder mit der europäischen Werbekampagne und der kommenden Jahrestagung in Heilbronn. Im Anschluss besuchten die Teilnehmer die Bundesgartenschau (BUGA) in Mannheim und machten sich ein Bild vom verbandseigenen Pilzstand. Die Champignons sowie die Exoten können dort in klimatisierten Schränken betrachtet und erforscht werden.

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